🎨 Warum ich schaffe: Ein Heimkommen durch Kunst
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Ich wollte nie Künstlerin werden.
Jedenfalls nicht im traditionellen Sinne.
Den größten Teil meines Lebens war ich Lehrerin, Reisende – lebte zwischen Kulturen, Sprachen und Landschaften. Geboren in Paris, aber auf den Stränden von Sierra Leone aufgewachsen, sind meine Jugenderinnerungen durchdrungen von Farbe, Wasser und weitem Himmel. Das Meer wurde meine erste Sprache der Schönheit.
Doch das Leben wurde, wie es eben so ist, lauter. Hektischer. Irgendwann auf diesem Weg vergaß ich, wie man still ist.
Erst ein Bruchpunkt – Burnout, Mutterschaft, eine späte Diagnose von ADHS – zwang mich, zu etwas Ruhigerem zurückzukehren. Etwas, das ich beinahe verloren hatte.
Ich nahm einen Pinsel in die Hand.
Was als Ventil begann, wurde zu einem Ritual. Einem Zufluchtsort. Eine Möglichkeit, mich daran zu erinnern, wer ich vor dem Lärm war. Ich malte nicht für Galerien oder Lob – ich malte, um zu atmen.
Mit der Zeit wurde diese Praxis zu meinem Kompass. Ich fühlte mich zu tiefen Blautönen hingezogen – der Farbe des Eintauchens, der Erinnerung, der Ruhe. Ich schichtete sie mit Textur und Gold, schuf taktile Werke, die zur Reflexion und Stille einladen. Meine Kunst handelt von Verbindung: mit dir selbst, mit deinem Raum und mit den tieferen Teilen in dir, die selten eine Stimme bekommen.
Jedes Stück ist eine Reise. Eine Heimkehr. Eine visuelle Meditation, die dir denselben Zufluchtsort bietet, den ich bei ihrer Entstehung gefunden habe.
Also nein, ich hatte nicht vor, Künstlerin zu werden. Ich folgte einfach dem, was sich wahr anfühlte.
Und vielleicht, wenn du es auch so empfindest, gibt es einen Grund, warum sich unsere Wege gekreuzt haben.